The Twang im Bassy Club

Wir geben es ja zu, es ist schon über ein Monat her, dass wir dort waren. Allerdings war das solch ein interessanter Abend, dass es ein Muss ist, hierüber zu berichten: Der Bassy Club befindet sich in Berlin-Prenzlauer Berg und ist ein waschechter Country- und Rockclub, von außen her sehr unscheinbar aber ein Clubraum, wie er im Bilderbuche steht. Ein Raum mit einer Bühne, einem Thresen und einer DJ- und Tontechnikecke. Ferner gibt es noch Sitzmöglichkeiten auf alten Bänken oder einer alten Couch. Der Rest ist eine Steh- oder für andere auch eine Tanzfläche direkt vor der Bühne. Am besagten Abend waren die Cowboys aus dem Norden angesagt, nämlich The Twang. The Twang sind seit Jahren in der Countryszene ein fester Bestandteil und nicht mehr wegzudenken. Seit 1997 haben sie überlegt, sich zu gründen und im Jahre 1998 hatten Sie als Twang! ihren ersten Auftritt noch in kleinerer Besetzung.

Heute heißen sie The Twang und bestehen aus sechs Musikern. Auf die Frage hinsichtlich der interessanten Vornamen bekamen wir im Interview die Antwort, dass sie alle sechs verwandt sind und mit dem Nachnamen "Twang" heißen, also ein reines Verwandtschaftsverhältnis in mehreren Graden; eine sogenannte Würde, die man als Familienname trägt. The Twang sind die ersten, die Popsongs im Countrystil darbieten. Diese fixe Idee und durch die enorme Mundpropaganda hat sich sehr erfolgreich etabliert. Die Songauswahl aus dem Popbereich ist bei ihnen eigentlich sehr spontan, allerdings gehen sie natürlich auch nach ihren eigenen Geschmack und schauen, wie populär manche Songs im Popbereich sehr erfolgreich sind bzw. waren. Auf die Frage, warum gerade die Originalsongs, die langsam sind, schnell von The Twang gespielt werden und umgekehrt mit den schnellen Songs, die The Twang langsam spielen, sagten sie, dass jeder Song lebt und manche Originalsongs zwingen einem, die Songs halt nicht wie im Original schnell zu spielen, sondern langsam.

Bestes Beispiel "I'm on Fire" von Bruce Springsteen, den The Twang einfach mal schnell gespielt haben und das auch sehr gut angenommen wird von den Fans. The Twang haben Ehrungen von den Rolling Stones beispielsweise erhalten, was für die sechs Männer eine sehr große Ehre ist. Kommen wir zurück zu dem Abend mit The Twang. Nach einem umfangreichen Interview hatten die Jungs dann noch die Möglichkeit, sich mit den Fans zu unterhalten, denn auf Bitten des Veranstalters sollten sie eine Stunde später anfangen, also um 23.00 Uhr, als geplant. So konnten die Jungs bereits ihre neue CD "Twang'em high" unter die Leute bringen. Während dessen gab es Countrymusic von zwei DJs (einer DJane und einem DJ) von dem Plattenteller. Ja, ihr lest richtig, die Musik kam tatsächlich vom Plattenspieler. Gute alte handgemachte Countrymusic mit Knistern und allen drum und dran, was sogar bei der dortigen anwesenden Jugend sehr gut ankam. Nicht umsonst haben die beiden DJs einen großen Applaus verdient. Wann erlebt man noch Countrymusic vom Plattenteller, toll, liebe Kollegen, macht weiter so. Um 23.00 Uhr legten The Twang dann los. Das Publikum war bereits in bester Laune und der Club schien vor Elan zu brodeln.

The Twang stellten ihre aktuelle CD mit einem Charme von Entertainment vor. Die Liebe zur Musik untermalt durch die Professionalität zogen die Jungs das gesamte Publikum in ihren Bannen. Es wurde getanzt, mitgesungen und einfach eine richtige gute Countryparty gefeiert. Die Musik von The Twang macht einfach hungrig auf mehr und wir hoffen, dass wir sie bald wieder live erleben können. Vielen Dank auch an den Club für diesen tollen Abend mit einer richtig schönen Honky Tonk Atmosphäre. Solltet Ihr auch auf urtypische Countryveranstaltungen stehen, wo es auch noch Getränkepreise wie zu DM-Zeiten gibt, können wir Euch den Bassy Club wärmstens empfehlen. Nähere Infos findet Ihr unter www.bassy-club.de. Keep it always Country Euer Woelckchen