Cash Memorial Day in Leipheim
The Bombs

The Bombs

The Bombs

The Bombs

Roxana Red & Cash Carter Tribute

Roxana Red & Cash Carter Tribute

Roxana Red & Cash Carter Tribute & Mandy

Mandy

Mandy & Marty

Ron Davis & Mandy

CASH Memorial Day mit viel Elan CD Taufe für Mandy Strobel stand am Anfang Leipheim (hog) Das Phänomen Johnny Cash ist posthum mindestens so wirkungsvoll wie zu Lebzeiten. Beim vierten Johnny Cash Memorial Day wählten am Samstag, den 18. September unterschiedliche Künstler jeweils eigene Ansätze, um sich dem Geheimnis den „Man In Black“ zu nähern. Von 18 Uhr bis 0.30 Uhr stand das Schützenhaus Leipheim ganz im Zeichen des Sängers aus Arkansas, dessen Lebensweg auf den dortigen Baumwollfeldern begann. Obwohl jede Formation sich aus einer anderen Perspektive der Musik von Johnny Cash näherte, konnten anlässlich seines siebten Todestags am 12. September nicht alle Schattierungen seines Schaffens dargestellt werden. Das spricht jedoch nicht gegen die anwesenden Künstler, sondern erinnert den Fan an die gro??e Zeitspanne der Karriere von Johnny Cash, die Mitte der 50-er Jahre im Sun Studio in Memphis, Tennessee begann und all sein Engagement, insbesondere für Strafgefangene und Native People, sowie die Umwelt. Während Mandy Strobel gleich ab 18 Uhr die Lieder seiner neuen CD „From Then Till Now“ auf der Bühne präsentierte, nur zu eigenen akustischen Gitarre, füllte sich der Saal zusehends. Die in Nashville, Tennessee eingespielte CD enthält Musik mit Texten von Ron Davis und Melodien von Mandy Strobel, die mal mehr, mal weniger eine Fortsetzung des künstlerischen Schaffens von Johnny Cash darstellen. Durch seine auf natürliche Weise an Cash erinnernde Baritonstimme ist Mandy Strobel fast automatisch dem Geist des Man In Black nahe, auch wenn er eigene Erlebnisse von sich oder Ron Davis verarbeitet. Die CD erlebte durch ihre Taufe mit Sekt verdientermaßen einen guten Startschuss. Ebenso wie Mandy Strobel kommen auch The Bombs aus Ulm bzw. Umgebung. Im Gegensatz zu Mandy, der eher im Wege eines Singer-Songwriters agiert, präsentieren The Bombs die Rockabilly-Seite der Musik von Johnny Cash. Dass dabei nicht nur dessen „I Got Stripes“ ins Programm passt, sondern auch Musik seiner Weggefährten wie Elvis Presley, „Tryin‘ To Get To You“, ist nur natürlich. Mit Anna am Kontrabass und als zweite Leadstimme bot das Quintett um Sebastian Swoboda (Swob) heiße Rhythmen um Buddy Holly („Oh Boy“) oder Bob Luman („Let’s Think About Livin‘“), dass es für das Publikum eine reine Freude war. Die Stimmung hätte nicht besser sein können, „C’est La Vie“ (Chuck Berry). Cash Carter Tribute konnten im Quintett mit Marty & Rox in Front die Duette von Johnny Cash und June Carter auf die Bühne zaubern wie „Jackson“, „Long Legged Guitar Pickin‘ Man“ und „If I Were A Carpenter. Mit viel Können und Charme zog Rox das Publikum in ihren Bann und Marty konnte mit seiner coolen Fender Telecaster bestens den Gegenpol bilden, zumal er nicht nur Gitarre spielen kann wie einst Luther Perkins, sondern auch im Stil von Johnny Cash singen kann. Das Tüpfelchen auf dem „i“ stellte das Duett von Rox mit Mandy Strobel dar, „Time’s A Wastin‘“, das Johnny Cash und June Carter in den 60-er Jahren auf der Bühne gesungen haben, das auch im Film „Walk The Line“ von Reese Witherspoon und Joaquín Phoenix gesungen wird, das aber nicht auf CD erhältlich ist, da es auf die Zeit von June Carter und Carl Smith zurückgeht, dem ersten Ehemann von June Carter. Lustig ging???s auf der Bühne in Leipheim weiter mit „Cindy“ und die Band spielte die Musik von Cash von der ersten Single „Hey Porter“ bis zu den großen Erfolgen wie „Big River“, „Ring Of Fire“ und „St. Quentin“. Sodann gestalteten Mandy & Marty ihren viel beachteten akustischen Set, der auch Raritäten aus dem Cash Repertoire enthielt. Von Steve Earle kam „The Devil’s Right Hand“, des Künstlers Freiheit gestattet den Einbau von Stücken anderer Autoren, die den Geist von Johnny Cash einfangen. „Sunday Morning Coming Down“ oder „Goin‘ By The Book“ sind Cash-Klassiker, während „Another Man In Black“ von Becky Hobbs speziell für Mandy Strobel verfasst wurde. Cash-Bewunderer Bob Dylan wurde mit „Knockin‘ On Heaven’s Door“ gewürdigt. Schließlich begeisterten The Bombs und Cash Carter Tribute bis halb eins mit großartigen Klängen und zutreffend in Szene gesetzter Musik von Cash und seinem Umfeld, wobei Cash Carter Tribute neben Cash-Klassikern wie „Man In Black“, „Get Rhythm“ oder „I Walk The Line“ auch „Wildwood Flower“ von der Carter Family und „Old Black Records“ von Marty Wolfe spielten, das die erste Single von Johnny Cash zum Thema hatte. Vorab und zwischendurch konnte man Videos und Fotos sehen, die die Country & Western Friends Kötz im Rahmen ihrer Deep South Tour im Herbst 2009 u.a. in Hendersonville, Tennessee aufgenommen haben, am Grab von Johnny Cash und June Carter und sogar im legendären Cash Cabin Studio, wo u.a. Teile der von Rick Rubin produzierten „American Recordings“ eingespielt wurden. Da die Künstler für Gespräche mit dem Publikum offen war, hatte man Gelegenheit, neben großartiger Musik auch Hintergründe in Erfahrung zu bringen. Das deckt sich ohnehin mit den Anliegen der Country & Western Friends Kötz als gemeinnützigem Verein, und kam beim Publikum sehr gut an. Ausblick: Am Samstag, den 20. November taufen die Country & Western Friends Kötz ab 20 Uhr an gleicher Stelle die dritte CD von Zydeco Annie & The Swamp Cats. (Friedrich Hog)

erstellt am 20.09.2010 von Friedrich Hog
 
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