Countrynight Gstaad 2010
George Hug

Patty Loveless

Craig Morgan

Miranda Lambert

Pressekonferenz

Miranda Lambert, Craig Morgan, Patty Loveless und Georg Hug
Auch dieses Jahr ist es Marcel Bach als Veranstalter gelungen, ein Line-up oberster Güte zu verpflichten. Dieses Jahr waren wieder vier Acts auf dem Programm. Mit Miranda Lambert und Craig Morgan konnte man zwei Repräsentanten der etwas neueren Countrymusik gewinnen. Mit dieser Auswahl knüpft man wohl an die Fortsetzung des Vorjahres an, als Lady Antebellum zu Gast waren. Als weiteres Highlight stand Patty Loveless auf der Liste, eine Künstlerin die sich schon lange in der Countryszene behauptet und auch schon etliche Preise ihr eigen nennt. Mit Georg Hug und Band war noch das lokale Tüpfelchen auf dem „i“ vertreten. Dem Schweizer Künstler gebührte die Ehre die Countrynight Gstaad am Freitag und Samstag zu eröffnen. Leider fehlte in diesem Jahr ein Bluegrass-Act wie die Jahre zuvor Rhonda Vincent oder auch Ricky Skaggs. Wer jetzt an beiden Konzerttagen im voll besetzten Galazelt war durfte zwar immer die gleichen Künstler, aber nie das selbe Programm erleben. Am Freitag eröffnete Georg Hug mit seiner Band die Veranstaltung. Seine Songauswahl erstreckte sich von gecoverten Songs bis hin zu selbstgeschriebenen Titeln. Vor allem sein eigener Titel „Freundschaft“ lag ihm sehr am Herzen. Leider gab es tontechnisch ein paar Probleme was dazu führte, daß einige Instrumente teilweise untergingen. Aber alles in allem war es eine solide Leistung von Georg Hug und Band. Nach etwa einer halben Stunde Umbaupause war die Bühne bereit für Patty Loveless. Sie verstand es perfekt eine Mischung aus Country und – wie Patty es selbst bezeichnet – „Appalachian Music“ zu präsentieren. Patty Loveless hatte hingegen keinerlei Soundprobleme und war stets präsent, was den Musikgenuss nur noch verstärkte, nich zuletzt durch die doch sehr junge Band, welche sich professionell, aber nicht aufdringlich, in Szene setze. Ihr Gitarrist Gary Murray sprang dann noch als Ersatz für George Jones ein – es geht hier um den Titel „You don’t seem to miss me“, ein Duett von Patty und George. Freitag wie Samstag gab es das gleiche Programm und an beiden Tagen konnte man die Pedal Steel-Solis von Mike Daly und die beiden Fiddles von Sydni Perry und Sharon Richardson bewundern. Das Set von Patty Loveless ging natürlich viel zu schnell vorbei, aber dennoch gelang es ihr, das Publikum zu begeistern und spätestens bei „Lovin all night“ und „Blame it on your heart“ hielt es fast niemand mehr auf seinem Sitzplatz. Unter standing ovations und tosendem Applaus verließ Patty mit Ihrer Band die Bühne. Nun hatte man etwa eine Stunde Zeit vor dem Galazelt einen kleinen Imbiss einzunehmen oder Tonträger der Künstler zu erwerben. Die Zeit wurde auf der Bühne genutzt um alles für Craig Morgan vorzubereiten. Selbiger betrat am Freitag mit einem rockigen „Bonfire“ die Bühne im Berner Oberland. Spätestens nach dieser Eröffnung wusste man wohin die Reise geht. Ein paar Ausnahmen bildeten der Charlie Rich Titel „Behind closed doors“ und der Commodores-Song „Easy“, bei dem er am Freitag noch zwei hübsche Damen aus dem Publikum auf die Bühne holte. Diese Einlage gab es in der Show am Samstag leider nicht, doch dafür konnte mal das humoristische Talent von Craig bei einem Song erkennen, wobei er gekonnt die Stimme von Bob Dylan imitierte und die Band dabei den Song als Reggae spielte. Als weiteres Bonbon präsentierte er seinen aktuellsten Hit "I dont know how to love you" nur begleitet von Piano und Fiddle - Gänsehautfeeling in Gstaad! Beim Song "International Harvester" plauderte er ein wenig aus dem privaten Nähkästchen. Sein Frau fand den Song zu Anfang nämlich gar nicht gut, aber jetzt findet sie ihn super - weil er jetzt für das Haus bezahlt - fügt Craig verschmitzt hinzu. Bei Craig Morgan hatten die Konzertbesucher am Samstag einen wesentlich besseren Sound als am Freitag, wo die sagenhafte Stimme von Craig leider unterging. Nach der Show von ihm musste man sich nur noch etwas gedulden um den Headliner auf der Bühne begrüßen zu dürfen. Miranda Lambert war das Highlight der Countrynight Gstaad 2010. Mit Betreten der Bühne hatte sie die Aufmerksamkeit des Publikums und der Fotografen, die während des ersten Songs nur Fotos direkt vor der Bühne machen durften. Mirandas Show bot einen Querschnitt aus ihren Alben und zusätzlich gab es noch ihre Version von „Baby likes to rock it“ von den Tractors zu hören. Die quirlige Texanerin erklärte den Song in der Setliste so, daß sie Ihre Wurzeln nicht verheimlichen will. Jeder kann sehen und hören was sie beeinflusst hat und womit sie aufgewachsen ist. In der Show am Samstag abend holte Miranda für den Song „The house that built me“ Patty Loveless auf die Bühne und sie sangen den Song zusammen. Man konnte regelrecht erkennen daß sich zwischen Patty und Miranda eine Freundschaft entwickelt hat welche sie dem Publikum gerne preisgaben. Nach einer guten Stunde verließ Miranda nach einem ebenfalls gänsehautverursachenden "Crazy" unter standing ovations und donnerndem Beifall die Bühne im Galazelt. Countrynight Gstaad – immer ein Garant für beste Countrymusik. Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Vielleicht wieder mit einem Bluegrass-Act, dieser fehlte heuer ganz. Rainer M. Pech für Countrymusic24.com

erstellt am 11.09.2010 von Rainer
 
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